0:0 im Spitzenspiel: DSC Hanseat - Walddörfer II

Es gibt ganz unterschiedliche Arten von Unentschieden: solche, bei denen man sich durch ein unglückliches Gegentor kurz vor Schluß um den Sieg betrogen vorkommt, andere, die eine Aufholjagd krönen und sich wie ein Sieg anfühlen, und weitere, bei denen es sich am Ende um ein komplett richtiges Ergebnis handelt. Diese Art von Unentschieden war das Spitzenspiel zwischen dem DSC Hanseat und Walddörfer II in der Kreisklasse 7.

Das Spiel ist in seinen Grundzügen schnell beschrieben. Der DSC Hanseat - geschwächt durch zahlreiche Ausfälle (gesundheitsbedingt Salinas, Tursic, Barkow, Yakup Kurt, Dahlström, verhindert Hami Kurt, Demir) und angeschlagene bzw. gerade aus einer Verletzung zurückkehrende Spieler (Topal, Meskini, Zekeriya Kurt) - verlegte sich auf eine kompakte Defensive und schnelle Konterangriffe, die Gäste aus den Walddörfern hatten entsprechend einen erheblichen Vorteil in Punkto Ballbesitz und versuchten sich durch die kompakte Dulsberger Abwehr zu kombinieren. Das Ergebnis: nur in ganz wenigen Fällen gingen die wechselseitigen Angriffskonzepte auf. Während der gesamten 90 Minuten kamen die Walddörfer zu einer, allerdings hundertprozentigen Chance, als Nicolas Mewes den Ball aus 10 Metern zwar zwischen DSC-Keeper Peemöller und Innenverteidiger Meskini durchstochern konnte, Shahir Roufin das Leder ab kurz vor der Torlinie ins Aus befördern konnte. Viel besser sah es auch um die Tormöglichkeiten der Hanseaten nicht aus: Deniz Topal konnte eine Freitstoß-Flanke von Sezer Ertugrul freistehend am 5-Meter-Raum nicht aufs Tor bringen, Baboucar Lowe konnte sich zweimal zwischen den Walddörfer Innenverteidigern durchsetzen, beim ersten Mal nach 30 Minuten brauchte er zu lange, um zum Abschluß zu kommen, beim zweiten Mal wurde sein Versuch noch so gerade knapp am langen Eck vorbei abgefälscht.

Gegen Ende der 90 Minuten wurde der DSC zwar immer weiter in die Verteidigung gedrückt, aber der Kombinationsfußball der Gäste blieb im wesentlichen brotlose Kunst, echte Torchancen blieben auch nach mehreren Standards - sonst oft eine Achillesferse der Dulsberger Abwehr - komplett aus. Alles in allem ein Spiel, in dem beide Mannschaften taktisch sehr diszipliniert ihr Defensivkonzept durchziehen konnten, aber kaum Offensiv-Akzente setzen konnten. Das Unentschieden war insofern ein logisches Ergebnis, frei nach dem Motto: Wenn keine Mannschaft gravierende Fehler macht, endet ein Spiel eben 0:0.

Die Meisterschaft in der Kreisklasse 7 dürfte für den DSC Hanseat bei 5 Punkten Rückstand auf den Tabellenführer und nur noch 4 ausstehden Spielen nur noch schwer erreichbar sein. Weiter offen bleibt das Rennen um Platz 2. Ob der wie in der Vergangenheit des öftern für einen Aufstieg in die Kreisliga reichen könnte, ist angesichts der Ungewissheit über die Staffelplanung des HFV für die Saison 2022/2023 aber völlig ungewiss.

Der DSC Hanseat spielte mit: Peemöller - Ertugrul, Meskini, Roufin, N. Ljiljak - Topal, Amidu (Ak) - Taylor (I. Ljiljak), Z. Kurt (Wolff), Douanla - Lowe (Ekinci)