DSC Hanseat kommt nach 0:2-Rückstand zurück: 2:2 gegen Concordia

Es sollte eigentlich das letzte Spiel vor der Winterpause sein: tatsächlich aber fand das Endspiel um die Wintermeisterschaft in der Kreisklasse 7 zwischen dem DSC Hanseat und Concordia III unter extrem winterlichen Bedingungen (knackige Kälte und Schneefall während des ganzen Spiels) statt. Am Ende stand ein alles in allem leistungsgerechtes 2:2-Unentschieden, mit dem beide Teams punktgleich mit 23 Punkten in die Rückrunde starten werden.

Vor einer für Kreisklassen-Verhältnisse starken Zuschauerzahl taten sich die Dulsberger zunächst schwer, ins Spiel zu finden, schnelle Ballverluste im Spiel nach vorn setzten die DSC-Abwehr in den ersten 30 Minuten immer wieder unter Druck. Dem konnte sie zunächst nicht komplett standhalten, das 0:1 für die Gäste resultierte aber nicht aus einem planvollen Angriff, sondern aus einem Mißverständnis zwischen DSC-Keeper Umaru und seiner Innenverteidigung. Auch dem 0:2 (27. Minute) ging ein Stellungsfehler - diesmal auf der rechten Dulsberger Abwehrseite - voraus.

Dieser Rückstand in ständig zunehmenden Schneegestöber wirkte aber nicht demoralisierend, sondern wie ein Weckruf auf die Mannschaft. Trainer Ercan Kurt wechselte die offensiven Außenbahnen: Niels Douanla nach rechts, Renato Salinas nach links. Und mit diesem Wechsel veränderte sich die Dynamik des Spiels: über starken kämpferischen Einsatz fanden die Hanseaten mehr und mehr ins Spiel. In der 38. Minute dann der Anschlußtreffer: ein Seitenwechsel von der linken Seite fand Özgür Demir etwa 8 Meter rechts vor dem Tor, er verwandelte sicher.

Nach einer kurzen, aber letztlich ungefährlichen Concordia-Drangphase kurz nach der Pause schienen die Hausherren zunehmend das Kommando zu übernehmen, vor allem das Duo Demir/Douanla kam mehrfach gefährlich in die Nähe des Concordia-Tores, allerdings fehlte die letzte Präzision beim letzten Pass. Und wenn das doch einmal gelang, konnten beide den Gäste-Keeper zunächst nicht überwinden. In den letzten 10 Minuten erhöhte der DSC dann noch einmal den Druck, auch wenn das den Gästen zusätzliche Konterchancen bot. Aber die DSC-Innenverteidiger Christian Wolf und Chahid Meskini konnten diese Angriffe - manchmal auch in letzter Sekunde - so unterbinden, dass die Bühne für das dramatische Ende bereit blieb.

In der 89. Minute endete ein Concordia-Befreiungsversuch knapp hinter Mittellinie mit einem Freistoß für den DSC Hanseat: Anders als erwartet, schlug Christian Wolf den Ball nicht hoch nach vorne, sondern passte kurz auf Lukas Haenle. Dessen gefühlvoll in den Strafraum gehobener Ball wurde von einem Concordia-Abwehrspieler bei dem Versuch, vor den anlaufenden Dulsberger Angreifern zu klären, unhaltbar ins eigene Tor zum 2:2-Endstand verlängert. Der Rest war Dulsberger Jubel darüber, trotz eines frühen Rückstandes nicht aufgegeben zu haben und dafür am Schluß auch belohnt worden zu sein.

Alles in allem ein gerechtes Unentschieden zwischen 2 Teams, die nicht zufällig die Tabelle mit 7 Siegen, 2 Unentschieden und nur 1 Niederlage anführen. Ein Spiel, das gleichermassen wegen der Dramatik bis zur 90. Minute und wegen der sehr ungewöhnlichen Wetterverhältnisse noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Der DSC Hanseat spielte mit: Umaru - Wagner (Y.Kurt), Meskini, Wolf, Ljiljak - Topal, Amidu (Haenle) - Salinas, Z. Kurt, Douanla (Lowe) - Demir