Das ewig gleiche Fußball-Drama: UH Adler IV - DSC Hanseat = 1:2

Nach dem enttäuschenden Auftritt gegen den VfL 93 vor 2 Wochen wollte der DSC Hanseat sich gegen die Vierte des UH Adler rehabilitieren. Kein ganz leichtes Unterfangen, weil die Dulsberger zwar eine erfolgreiche Bilanz gegen die Uhlenhorster haben, sich aber in den Spielen immer wieder schwer getan haben. Das knappe Ergebnis scheint diese Erwartung zu bestätigen, tatsächlich war das Spiel die Wiederkehr des ewig gleichen Fußball-Dramas: Wenn dur vorne die Tore nicht machst, kriegst du hintenraus eigentlich völlig unnötige  Probleme.

Denn eigentlich war dieses Lokalderby eine völlig einseitige Angelegenheit. Von Beginn an drückten die Hanseaten die Gastgeber in die eigene Hälfte zurück, dominierten über ein starkes Pressing den Spielverlauf und erstickten etwaige Offensivbemühungen der Adler fast immer schon im Ansatz. Das 1:0 nach 10 Minuten fiel dann fast zwangsläufig: Yakup Kurt vollendete per Kopf nach einer starken Rechtsflanke von Özgür Demir. Dass es bis zur 43. Minute dauerte, bis Demir ein Durcheinander in der UH-Abwehr zum 2:0 nutzte, war der einzige Schönheitsfehler in einer sehr starken Halbzeit des DSC. Denn Lukas Haenle, Niels Douanala, Deniz Topal sowie Kurt und Demir vergaben klarste Torchancen, ein Halbzeitstand von 4 oder 5:0 wäre nicht nur möglich, sondern durchaus verdient gewesen.

Wer in der 2. Halbzeit ein anderes Bild und ein Aufbäumen der Adler erwartet hatte, sah sich allerdings über die längste Zeit der zweiten 45 Minuten getäuscht. Erneut Douanla und der eingewechselte Hami Kurt vergaben weitere hochkarätige Möglichkeiten, außer einem Versuch, DSC-Keeper Lars Peemöller mit einer Bogenlampe aus 40 Metern zu überraschen. fiel den Gastgebern herzlich wenig ein. Bis zur 86. Minute: Nach einem Gewühl im Strafraum im Anschluß an eine Ecke gab der gut leitende Schiedsrichter Valentin Geiger einen Hand-Elfmeter, bei dem Peemöller zwar die Ecke ahnte, den platzierten Schuß aber nicht abwehren konnte.

Das eigentlich völlig unterlegene UH-Team witterte jetzt natürlich Morgenluft, lief aber zunächst in einen Konter der Dulsberger, aber Hami Kurt verpasste den Zeitpunkt, Baboucar Lowe freizuspielen. Im Gefolge gab es dann auf der Gegenseite noch mal mehrere Ecken für die Gastgeber, die aber trotz des mitaufgerückten Torwarts letztlich ungefährlich blieben.

Fazit aus Sicht des DSC Hanseat: Die Rehabilitierung nach der VFL 93-Enttäuschung ist spielerisch gelungen, wenn das Team seine Abschlußschwäche in den Griff bekommt, kann es eine gute Saison auf dem Dulsberg werden.

Der DSC Hanseat spielte mit: Peemöller - Wagner, Roufin, Dursic, N. Ljiljak - Topal, Salinas (Duric) - Y. Kurt, Haenle (Lowe), Douanla (I. Ljiljak) - Demir (H. Kurt)