Testspiel 3: DSC Hanseat verliert bei Hellbrook 1:2

Testspiele vor Saisonbeginn zu gewinnen ist gut für das Selbstbewußtsein einer Mannschaft, fast wichtiger ist es aber, relevante Schwächen und dafür mögliche Lösungen zu erkennen und auszuprobieren. Und zumindest hinsichtlich der Schwächen war das Spiel des DSC Hanseat beim Kreisligisten 1. FC Hellbrook ziemlich aufschlussreich. Das fing in der ersten Viertelstunde an, bei der der DSC irgendwie noch nicht richtig auf dem Platz zu sein schien, setzte sich beim Zweikampfverhalten fort, bei dem die Dulsberger gegen die körperlich robusten Gegner zu oft zweiter Sieger blieben, offenbarte sich in einem oft planlosen Spielaufbau und endete in der Art mannschaftsinterner Diskussionen, die dann Ausdruck eines schlicht mißlungenen Spiels sind. All das galt lediglich nicht in den 20 Minuten vor der Pause, nachdem Trainer Ercan Kurt eine Trinkpause genutzt hatte, seine Mannschaft aufzuwecken. Das führte dann auch folgerichtig zur schön herausgespielten 1:0-Pausenführung durch Özgür Demir.

Nach der Halbzeitpause blieb von diesem guten Eindruck allerdings kaum etwas erhalten: vor einer wackligen Abwehr agierte ein zunehmend konfuses Mittelfeld, das sich in 1 gegen 1-Duellen aufrieb und die Offensive fast völlig in der Luft hängen ließ. Das alles naturgemäß auch die Folge der energischen Zweikampfführung der körperlich stärkeren Heimmannschaft, der sich die Dulsberger aber eben auch nicht durch ein intelligentes Kombinationsspiel zu entziehen vermochten.

Folgerichtig konnte Hellbrook in der 58. Minute nach einem Durcheinander im DSC-Strafraum das 1:1 erzielen (58. Minute). Und endgültig kippte das Spiel nach einer gelb-roten Karte wegen wiederholten Protestierens für Arjan Koci durch den insgesamt etwas kleinlich pfeifenden Schiedsrichter Toni Steinmann. In der 77. Minute setzte der zweifache Torschütze Nicolai Ritter dann den Schlusspunkt unter einen für den DSC Hanseat wenig erfreulichen, aber hoffentlich aufschlusreichen 2:1-Sieg der Gastgeber.

Der DSC Hanseat spielte mit: Peemöller - Wagner (Tursic), Topal (Ocak), Roufin, Iskender - Salinas, Idrissu (Duric) - Lowe, Koci, Douanla-Ghonda (Rodrigues) - Demir

Poppenbüttel klein