Lieber HFV, wie wäre es mal mit etwas Phantasie und Kreativität?

Die aktuellen Beschränkungen des Corona-Lockdowns werden wohl leider noch eine ganze Weile andauern. Und so bald wird es auch keinen Spielbetrieb im Hamburger Amateur-Fussball geben. Diese Einschätzung hat wohl auch dazu geführt, dass der Hamburger Fussball-Verband in der letzten Woche in Form eines offenen Briefes von HFV-Präsident Dirk Fischer praktisch die vorzeitige Beendigung der Saison 20/21 und einen Neustart am 1. Juli angekündigt hat.

So nachvollziehbar die Zweifel daran sind, dass die Saison 20/21 halbwegs regulär zu Ende gespielt werden kann, so enttäuschend ist es, dass es seitens des HFV offenbar keine Ideen und Initiativen gibt, wie denn die Zeit zwischen einem möglichen Ende des Lockdowns - die Osterzeit Anfang April scheint kein ganz unrealistischer Zeitpunkt zu sein - und dem dann wohl Ende Juli zu erwartenden regulären Saison-Start 21/22 gefüllt und genutzt werden könnte.

Dabei wäre es dringend, nicht nur - was Dirk Fischer in seinem Brief anspricht - den überregionalen Auf- und Abstieg oder den Teilnehmer am DFB-Pokal zu ermitteln (davon wären nicht einmal 1 % der im HFV aktiven Mannschaften betroffen), sondern attraktive Impulse gerade auch, aber nicht nur im Junioren-Bereich zu setzen. Die Gefahr, dass dem Fussball durch einen schläfrigen und verzögerten Neustart einiges verloren geht, darf nicht unterschätzt werden.

Wie wäre es zum Beispiel mit einer "Corona-Meisterschaft" in den verschiedenen Ligen und Staffeln auf allen Ebenen (Senioren, Herren, Frauen, Junior*innen, Kids), die nach einer Vorbereitungsphase im April im Mai/Juni bis zu den Schulferien im Sommer durchgeführt werden könnte. Das wären zwar nur 8 Spieltage und würde vermutlich einen eher ungewöhnlichen Modus erfordern. Aber wenn man etwa die derzeit bestehenden Staffeln teilt (entweder per Los oder nach dem aktuellen Tabellenstand - gerade bzw. ungerade Platzierung entscheidet über die Einteilung), dürfte das durchaus möglich sein, Auf- und Abstieg würden dabei aussen vorgelassen.

Sicher sind auch andere Varianten denkbar. Aber, deswegen lieber HFV: Wie wäre es mal mit etwas Phantasie und Kreativität?