Das Wochenende der Drei-Tore-Spiele - 3:0/3:3/0:3

Mehr als 3 Tore drin waren für keine Mannschaft des DSC Hanseat an diesem Wochenende: Am Samstag unterlag die Zweite mit 0:3 bei UH-Adler 3, ebenfalls am Samstag trennten sich die Alten Herren der Dulsberger mit 3:3 vom ASV Hamburg, und erst am Sonntag konnten Hanseaten mit einem 3:0-Sieg bei UH-Adler 4 den ersten Sieg landen und die Wochenend-Bilanz ausgeglichen gestalten.

Die Corona-Pandemie hat zwar bisher einen Bogen um den DSC Hanseat gemacht, trotzdem entwickelt sich die Saison 2020/21 für die Dulsberger immer mehr zu einem Seuchenjahr: Fiel schon vor dem Auftritt an der Beethovenstrasse mit Wagner, Paschen, Roufin und Ljiljak eine komplette Vierer-Abwehrreihe verletzt aus (mit Yakup Kurt und Starowoit besetzten zwei normalerweise deutlich offensiver orientierte Spieler die Aussenverteidiger-Positionen), so musste Trainer Ercan Kurt nach 10 Minuten mit Deniz Topal noch einen weiteren Innenverteidiger verletzt auswechseln, Routinier Kerem Ocak übernahm seine Position.

Das machte es die sache naturgemäß nicht leichter, zumal der Gegner den Dulsbergern scheinbar einfach nicht liegt, schon in den letzten Jahren waren nur mühsame Siege gegen den nominell eigentlich schwächer besetzten Gegner gelungen. Daran änderte auch das erstmalige Mitwirken von Marcel Perz, der aus der Oberliga von Hamm United zum DSC  gewechselt war, zunächst nur wenig.

Letztlich bedurfte es einer Einzelleistung von Kevin Rodrigues, der sich an der rechten Strafraumecke durchsetzte und mit einem sensationellen Schuss aus 14 Metern ins entgegengesetzte obere Toreck in der 18. Minute die 1:0-Führung für die Hanseaten erzielte. Trotz dieser Pausenführung war Trainer Ercan Kurt mit dem Auftritt seiner Truppe in der 1. Halbzeit alles andere als zufrieden, die darauf folgende Kabinenansprache zeitigte aber ihre Wirkung.

Nun setzten die Dulsberger ihren Gegner schon beim Aufbau in der eigenen Hälfte unter Druck und verlagerten so das Spiel in die UH-Adler-Hälfte. Die Gastgeber konnten sich zumeist nur durch lange Bälle befreien oder das jetzt druckvollere DSC-Spiel durch viele kleine Fouls im Mittelfeld unterbrechen. Allerdings wurde auch offensichtlich, dass es dem gegenüber dem Vorjahr deutlich veränderten Team von der Vogesenstrasse noch an eingeübten Mechanismen fehlt, etliche gute Konterchancen blieben ungenutzt, weil es beim Spiel in die Spitze an Tempo und Präzision fehlte.

Letztich entschieden aber genau solche Kontersituationen das Spiel: In der 67. und noch mal in der 88. Minute konnte Özgür Demir 2 dieser Angriffe zum 2:0 und 3:0 abschliessen, in der Schlussminute hätte der eingewechselte Hami Kurt auf diese Weise fast noch das 4:0 folgen lassen. Das wäre aber denn doch angesichts der durchwachsenen Leistung des DSC Hanseat des Guten zu viel gewesen. So blieb e bei einem verdienten Arbeitssieg gegen einen unangenehm zu bespielenden Gegner, der allerdings zu keiner Phase des Spiels den Eindruck vermitteln konnte, dass er das Spiel drehen könnte.

Der DSC Hanseat spielte mit: Peemöller - Yakup Kurt (Hami Kurt), Topal (Ocak), Tursic, Starowoit - Perz, Idrissu - Rodrigues (Aytan), Zekeriya Kurt, Douanda - Demir