K.O. binnen 10 Minuten: DSC Hanseat unterliegt Altengamme 3:8

Die Vorbereitung für das Spiel gegen den Staffel-Favoriten Altengamme IV begann für den DSC Hanseat mit einem Schock: Stammtorhüter Lars Peemöller - am vergangenen Wochenende einer der Leistungsträger im Pokalspiel gegen Farmsen - musste kurzfristig krankheitsbedingt passen, der erst in dieser Woche zum DSC gestossene Neuzugang Babourcar Lowe ohne jedes Torwarttraining versuchen, den Dulsberger Kasten sauber zu halten. Zudem fehlten Trainer Ercan Kurt die langzeitverletzten Hayvali, Laranjo, Iskender und Meskini, die kurzzeitig verletzten Dinga, Cabral und Starowoit, zudem die Urlauber Yakup Kurt und Perz.

So war es auch kein Wunder, dass die Hanseaten, die so noch nie zusammen gespielt hatten, in den ersten Minuten Mühe hatten, auf dem Platz ihre Ordnung zu finden. Die frühe Führung der Gäste (5. Minute) war dann aber trotzdem eher glücklich: ein eigentlich eher harmloser Schuss aus 18 Metern wurde unglücklich und unhaltbar gegen die Reaktionsrichtung des Torwarts zum 0:1 abgefälscht. Aber nach und nach bekamen die Dulsberger das Spiel besser in den Griff und starteten aus einer defensiven Grundordnung zunehmend gefährliche Konter. Zweimal lief Niels Douanla von links aussen kommend frei auf das Altengammer Tor zu, konnte aber nicht zum Tor vollenden. Das macht Zekeriya Kurt in der 32. Minute besser: Mit einer überlegten Bogenlampe aus ca. 25 Metern überlupfte er den zu weit vor dem Tor stehenden Gäste-Keeper zum 1:1.

Die 15 Minuten vor und nach der Halbzeitpause sollten dann das Spiel entscheiden: Zunächst brachte der glücklose Douanda die Gäste nach einem Eckball wieder in Führung, indem er den Ball mit dem Kopf unhaltbar für Keeper Lowe ins lange Eck abfälschte (39.), was Zekeriya Kurt mit einem Freistoß aus 18 Metern in den oberen Torwinkel ausgleichen konnte (42.) - vorausgegangen war ein Foul am DSC-Stosstürmer Demir. Dann konnte die DSC-Abwehr eine Freistoß-Flanke aus dem Halbfeld nicht klar klären, was Altengamme einen Abschluss aus etwa 14 Metern rechts im Strafraum erlaubte, der zum 2:3 im DSC-Tor einschlug.

Die Halbzeitpause führte dann zu einem Bruch im Spiel der Dulsberger, die wir zu Beginn des Spiels Schwierigkeiten hatten, in die Ordnung zu finden. Die Folge: binnen 5 Minuten stellten die Gäste das Ergebnis auf 2:5 (48. und 50. Minute). Praktisch im Gegenzug noch mal Hoffnung auf dem Dulsberg: Der von Zekeriya Kurt perfekt freigespielte Demir brachte den DSC erneut auf 3:5 heran (51.). Aber die DSC-Defensive konnte jetzt nicht mehr an die Leistung der 1. Halbzeit anknüpfen, mit einem weiteren Altengammer Doppelschlag (56. und 57.) und dem daraus folgenden 3:7-Zwischenstand war das Spiel entschieden. Das 3:8 durch einen Foul-Elfmeter in der 72. Minute war letztlich bedeutungslos in einem Spiel, das in den letzten 30 Minuten nach der Dramatik rund um die Halbzeitpause eher ereignislos auslief.

Trotz der deutlichen Niederlage erlauben aber die Leistung am vergangenen Wochenende im Pokal und in der 1. Halbzeit an diesem Sonntag die Erwartung, dass der DSC Hanseat - vor allem, wenn der Spielerkader demnächst langsam wieder voller werden wird - 2020/2021 eine erfolgreichere Saison als im Vorjahr spielen wird.

Der DSC Hanseat spielte mit: Lowe - Wagner, Roufin (Mustapha), Tursic, Ljiljak - Douanda (Rodrigues), Amidu, Topal, Salinas (Hami Kurt) - Zekeriya Kurt, Demir

Insgesamt war es kein gutes Wochenende für den DSC Hanseat: Die Zweite verlor am Sonntagnachmittag gegen Hosbüttel II mit 0:4, die neuformierten Alten Herren in ihrem allerersten Spiel mit 6:7 bei ASV Hamburg.