Über den Kampf zum Spiel: DSC Hanseat 1 - FC St. Pauli 7 = 2:0

Es ist ja eigentlich eine Phrase wie "Der Ball ist rund" oder "Ein Spiel dauert 90 Minuten", aber manchmal trifft es den Charakter eines Fußballspiels haargenau: über den Kampf zum Spiel kommen. So mal wieder beim Spiel der Ersten des DSC Hanseat gegen St. Pauli 7 an der Dulsberger Vogesenstrasse. Die Hanseaten waren zunächst noch erkennbar verunsichert von der heftigen Niederlage in Altengamme am vergangenen Wochenende. Aber je länger das Spiel dauerte, um so sicherer stand die DSC-Defensive. Sicher auch ein Ergebnis der Rückkehr zum Erfolfgssystem der letzten Saison mit einer Dreier-Abwehr mit Ausputzer und einem zentral verdichteten Mittelfeld. Während es auf diese Weise nahezu perfekt gelang, die Gäste vom Dulsberger Tor fernzuhalten, blieb das Dulsberger Angriffsspiel zunächst in Ansätzen stecken. Insofern war der 0:0-Pausenstand wenig überraschend und leistungsgerecht.

Das sollte sich mit Beginn der 2. Halbzeit deutlich ändern: Nun verlagerte sich das Spiel mehr und mehr in die Hälfte der Gäste, auch wenn die Dulsberger sich zunächst keine echten Chancen herausspielen konnten. Das änderte sich in der 57. Minute, als Shahir Roufin eine Ecke von Danny Ockenfuss perfekt mit dem Kopf traf und zum 1:0 vollstreckte. Zwangsläufig mussten die Paulianer ihr Spiel jetzt offensiver anlegen, echte Torgefahr entwickelten sie aber kaum. Das eröffnete dem DSC Hanseat andererseits Räume zum Kontern, insbesondere über die schnelle Sturmspitze Özgür Demir. Aber zur endgültigen Entscheidung dauerte es bis zur 87.Minute: Bei einem erneuten Konter spielte Demir in den Lauf von Ockenfuss, der querlegte auf Mahmut Armut, der ohne Mühe zum 2:0-Endstand vollstreckte.

Insgesamt eine Leistung des DSC Hanseat, die an das letztjährige Aufstiegsjahr anknüpfte: defensiv kompakt, mit einem kampfstarken Mittelfeld und einer Offensive, die den Gegner nicht überrollt, aber letztlich nicht ausgeschaltet werden kann.

Der DSC Hanseat spielte mit: Müller - Wagner (Martinez Gärtner), Roufin, Iskender - Gül, Armut - Yakup Kurt, Ockenfuss, Zeyrek (Omerovic) - Zekeriya Kurt - Demir